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Gespräche in drei Jahrhunderten



Lena: Herr Bošnjak, betrachten wir ein bißchen Sombor in den Spuren des angenehmen Biedermeiers mit Ihrem Filmband eines Ethusiasten und Innovators.

Ernest: Ja, ich habe hier die Filme aufgenommen, als Hollywood noch klein war und als Europa die Augen vor den lebendigen Bildern zu öffnen begann.

Lena: In der Zeit, als Sombor die Stadt des königlichen Anzeichnens und bürgerlicher Aufklärung war, war Hollywood noch immer eine Familienranch.

Ernest: Ich habe schon meine letzten Filme aufgenommen, als ich in der Zeitschrift "Sport und Film" die Aktualitäten aus Hollywood und aus lokalen Kinos brachte, und die Anfänge mit dem Band, das meine wunderbare Obsession war, verbinde ich mit einer Chance, die Sombor im ganzen Jahrhundert nie mehr haben werde. Der Bürgermeister und Weidinger wissen diese Geschichte...

Lena: Sein und bleiben eine reiche Filmstadt...

Ernest: Vor allem eine Fabrik der Träume zu werden. Das erste Städchen, in dem die Filme gemacht wurden...

Lena: Und diese Filme wurden auch gesehen!

Ernest: Ja, sofort nach der Budapester Vorstellung im Hotel Royal. Der Filmbrand begann in Österreich-Ungarn zu glühen, und er ergriff natürlich auch Sombor.
Das Somborer Kino Edison von Ljubomir Bikar wurde 1908 geöffnet für die Publik, die schon auch das bewegende Kino Narten genoß. Noch im 1906 wurden in die Stadt drei Projektoren und ein Stromaggregat gebracht. Der Besitzer des "Elektrikunternehmens" und ich bauen das Kino Arena. Eine ausserordentliche Verbindung des beweglichen Bandes und des elektrischen Klaviers.

Lena: Am Anfang des Jahrhunderts genießt unsere Publik die sensationelle Schlagerdramen, und sie als ERSTE nehmen bei uns Spielfilme auf.

Ernest: Mein Freund, der Photograph Milton Manaki aus Bitola nahm nur Dokumentarfilme auf, und meine "Etelka", die Kamera, die ich in Deutschland gekauft habe, der Marke "Ethel Werke" führt mich in das Abenteuer der Kunst des Schauspielens und des Tanzes und in den ersten Film "Im Reiche der Terpsihora".

Lena: Ausserhalb poetischer Elemente der Dramaturgie Ihres Spielfilms, es wurde auch eine hervorragende Tatsache in der Wiege der Geschichte der Weltkinematographie angemerkt.
ERSTER SCHWENK oder bewegliche Kamera.

Ernest: Die Idee für den "Schwenk" ist mit einem interessanten Ereigniss verbunden und mit der Handlung des Films "Die Entdeckung des Denkmals von Ferenz Rakoci".
Es hat sich eine Frage aufgedrungen: wie ist der Zug der Pferdereiter mit der Kamera zu beschreiben, der festliche Zug, Feuerwehrorkester, die Kutschen der Stadtbehörden, Tribünen für Damen und Herren?
Die Antwort ist wunderbar – die Kamera ist lebendig geworden. Sie begann sich zu bewegen.
Das Gestell für die Kamera habe ich an den Träger gebunden und so habe ich horizontale und vertikale Bewegung der Kamera "hergestellt".

Lena: Sombor hat nicht den Ausbau des Filmstudios angenommen, und Novi Sad begrüsst mit Freude Ihre Idee über den Ausbau der Filmfabrik. Warum ist Sombor nicht Hollywood geworden?

Ernest: Ich fühle mich nicht wie ein Zauberer, der in der Welt der Neider ohne Vernunft und ohne Herzen ein Reich begründen wollte. Es haben die Menschen und die Kriegszeiten entschieden... Die Zeit, als mein Filmband für den Film über Lunapark, "Simitobogan...", erwachte, habe ich mir die Kamera mit hundert Augen bemerkt. Das Ringenspiel bewegen die Pferde, und die Clowns führen die lustigen Besucher in den wunderbaren Abstieg des Somborer Marktplatzes.

Lena: Unser erster Trickfilm enstand in Ihrem "BOER FILM" aus kommerziellen Gründen, für die Rettung des Unternehmens?

Ernest: Dieser Film entstand für händlerische Bedürfnisse "SUCHE UND DU FINDEST EINE MILLION". Gustav bewegt sich auf der Mappe der Stadt und er kommt zu einem Geschäft, wo man für die gekaufte Ware Lotteriescheine gibt. Das Preispiel sieht eine Millionprämie vor. Die Werbung immer aktuell wie das Angebot des EWIGEN SPIELENS UND DER HOFFNUNG. Es ist nur nötig zu kaufen... in dem Spiel ist fremdes Geld und das Gewinn ist unser.

Lena: Ihre junge Frau Irena Novak-Bošnjak, unsere erste Schauspielerin des Spielfilms, ist mit ihrer Rolle "Die Lügen meinetwegen" im Schwung des raffiniert-artistischen Aufstiegs.

Ernest: Diesen Film haben wir für Wien gemacht, und der nächste "Meine liebe Wiege" gehört anderem Genre. Ohne Rücksicht auf betonten Pathos und melodramatische Wendungen wurde dieser Film als ein aussgezeichnet aufgenommener Film bezeichnet, in dem das Schauspiel sehr gut war. Der Kader im Park, als der Vater die Söhne betrachtet, die er verlassen hat, kann ich betonen als erfolgreichste Szene im Sinne des inneren Rhytmus. Gleichzeitig habe ich den Film "Faun" über die Waldgottheit aufgenommen, mit der Betonung auf der guten Maske und auf der ausgeprägten Mymik.

Lena: Sie sind ein Unsterblicher in der Geschichte der Kinematographie.

Ernest: Liebes Fräulein, das ist der verfluchte Balkan. Er isst eigene Kinder ... Und vergisst sehr leicht... Was ist mir noch übriggeblieben. Als ein merkwürdiger Traum am Ende des Wegs betrachte ich liebe Photos der Apatiner Wälder, der Gehöfte vom Vamoser und die Photos der Studien, wo meine Filme enstanden sind. Der Traum und die Wirklichkeit in einer warmen Umarmung sind wunderbar mit dem Filmband verbunden. Alles wurde angemerkt. Sehen Sie das Plakat "RETROSPEKTIVE – BOER FILM- SOMBOR...

Lena: BOER-FILM ist in der Blütezeit der grossen Parade gelöscht: Hollywood, Paramount, Fox, MGM... und Sie wollten von Sombor Hollywood machen?

Ernest: Diese Stadt wollte nicht das was ich konnte. Man kann ihr heute vielleicht helfen, mit der Welt zu sein!

Lena: Sie haben Ihr grosses Vermögen in den Filmtraum dieser Stadt investiert, und in Ihrem Alter wurden Sie ohne Vermögen gelassen und ohne verdiente Rente. Es ist tragisch, dass Sie gezwungen sind, den Kosmetikern die Zeluloidenbände zu verkaufen. Die Kinothek notiert, dass aus unserer Filmgeschichte Nagellack gemacht wurde. Für neue Damen...

Ernest: Glücklicherweise ich habe nicht in dieser neuen Zeit alle meine Träume verkauft. Ich habe als Maler gearbeitet.

Lena: Sie sind mild gegen andere. Sie haben sehr scharfsinnig die Schneider der Welt um sich betrachtet. Ihre Lebensmodelle sind streng mit der Bürokratie und mit Illusionen verbunden.
Es wurde Ihnen sehr oft die Kontrolle und die Freiheit weggenommen!

Ernest: Das kann man einfach messen. Die Empfindung der Welt ist das Maß für die Messung persönlicher Intergrität und der Autonomie der Wahl.

Lena: Es wurden Ihnen auch die Illusionen weggenommen.

Ernest: Beurteilen Sie nach dem Glauben und nach der Hoffnung!

Lena: Wir schalten den digitallen Taster ein. Prost mit gutem Wein, männlichem Wein.

Ernest: Ich trinke auf die lange Dauer des Zelluloidbandes. Nehmen Sie bitte auf!

DER ANFANG DES JAHRHUNDERTS UND DIE ERSTEN FILME DER WELT WURDEN DEM NEUEN MILLENNIUM ALS DER SCHATZ DES GOTTES GESCHENKT:
HERR BOŠNJAK SIE SIND IM NETZ.

 

Der amerikanische und europäische Film

Die Amerikaner entwickeln auf unsere Rechnung ihren einfachen Handel, um weiter mit Millionen ihre verwöhnten Stars zu dotieren. Wenn die Europäer nicht alles leichtsinnig angenommen würden, und wenn sie, neben dem Betrachten auch anzusehen lernen würden, würden die Werbungen und künstlich geglänzten Namen nicht das kritische Gefühl beeinflüssen, und es würden bessere Tage für die europäische Filmproduktion kommen. Amerika hat im Krieg sehr viel geernt, und der Polyp ihres Kapitals saugt noch heute die ganze Welt, und es ist natürlich und echt, dass wir selbständig werden.
Der amerikanische Geldbeutel ist schon sehr dick geworden.
 

Miljana Zrnić

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